Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe von Peter Hack bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall 1977:

"Intendant Achim Plato inszenierte "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe" mit Dinah Hinz als Frau von Stein ... Dinah Hinz als Charlotte von Stein beherrschte mimisch-pantomimisch ihre Rolle, außer bei den Gefühlsausbrüchen gestaltete sie die Figur dieser Frau energisch und selbstbewußt, stets witzig, vielfach ironisch und manchmal auch zynisch. Sie machte in ihrem nuancenreichen Spiel und mit ihrer differenzierten Sprachgestaltung die ganze Breite und Tiefe der weiblichen Empfindungen dieser geliebten, liebenden, verlassenen, gekränkten Vertrauten eines Genies transparent. Unter der einfühlsamen, facettenreichen Regie Achim Platos gelang ihr das Kunststück, rund zwei Stunden lang Spannung in einem Monodrama zu halten, wofür ihr das Premierenpublikum zu Recht mit reichem Beifall dankte."
(Heilbronner Stimme, 23. Juli 1977)

"Die hochintelligente und im Rahmen ihrer Stellung unkonventionelle Frau wird überzeugend dargestellt von Dinah Hinz. Es gelingt ihr, den Zuschauer durch das ganze Stück zu fesseln. Hier zeigt sich eine große Schauspielerin mit einem ungeheuer breiten Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Dies gilt für die Sprache, ihre Mimik und Gestik. Ihre Arm- und Handhaltung erinnert in Präzision und Ausdruckskraft schon beinahe an die einer Ballerina, ohne im geringsten gekünstelt zu wirken. Eindrucksvoll und variationenreich die Stimme, die jeder Gefühlsregung der Charlotte gerecht wird. Nach der Aussage von Dinah Hinz ist die Charlotte von Stein die aufregendste und reizvollste Rolle, die in den letzten Jahren für eine Schauspielerin geschrieben worden ist. Begeistert aufgenommen wurde das Stück, vor allem aber Dinah Hinz' schauspielerisches Können vom Publikum ... Sie mußte sich noch mehrmals auf der Bühne zeigen ..."
(Hohenloher Tagblatt, 24. Juli 1977)



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